Kundenanalyse · AzubiMarke Phase 2
EEW Group – AzubiMarke
Strategische Analyse · Markencharakter & Leitidee
Kunde
EEW Pipe Production Erndtebrück
Projekt
AzubiMarke – Phase 2
Stand
07. Mai 2026
Datengrundlage
5 Interviews · 6 Gegensatzpaare-Bögen · Webrecherche
Status
Workshop-ready
1
Auf einen Blick
Kernbefund
EEW ist von innen ein ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb. Wer EEW kennt, liebt EEW. Das Problem: Kaum jemand außerhalb des persönlichen Netzwerks kennt EEW – oder bekommt ein Bild davon, das zum Bewerben einlädt. Die größte Lücke liegt nicht im Charakter, sondern in der externen Lautstärke und Sichtbarkeit. EEW redet zu leise über das, was es wirklich ist.
Interviews
5
Marie, Jana, Julius, Luca & Jannik, Luisa
Gegensatzpaare-Bögen
6
17 Attribute, IST + SOLL je Respondent
Größte Lücke
Leise → Laut
Externe Sichtbarkeit & Kommunikationslautstärke
Strategischer Kern
Vertrautheit
EEW muss bekannt sein, bevor jemand die Bewerbung öffnet
2
Die Zielgruppe – Portrait
Lebensrealität

Regional verwurzelt, sozial eingebunden. Freundeskreis, Verein, Dorfjugend, Familie – das ist das soziale Gerüst. Man kennt sich, man redet miteinander. Ausbildungsentscheidungen entstehen oft in diesen Gesprächen, nicht durch Stellenanzeigen.

Mediennutzung morgens: kurze Scrollsessions auf Instagram oder TikTok, Musik, manchmal Podcasts. Kein aktives Informationssuchen – eher Berieselung und soziale Updates.

Wie Entscheidungen wirklich entstehen

Kein einziger der fünf Interviewten hat EEW über einen klassischen Recruiting-Kanal gefunden. Stattdessen: Opa bei EEW, Vater der sagt „die sind gut", Onkel im Betrieb, Probearbeiten das überrascht.

Der Entscheidungsmechanismus ist konsequent derselbe: Erst Vertrautheit durch persönliche Verbindung → dann Erleben (Praktikum, Probearbeiten) → dann Entscheidung. Marketing spielt dabei keine direkte Rolle – aber es kann die Vertrautheit vorab aufbauen.

Was zieht an

  • Empfehlung durch jemanden den man kennt
  • Direkter Erstkontakt – freundlich, auf Augenhöhe
  • Kurze Wege, schnelle Antworten
  • Gleichaltrige Kolleg:innen
  • Echte Einbindung (nicht „Azubi-Dasein")
Was Unsicherheit schafft

  • EEW ist nicht „auf dem Schirm" – kein Bild vorab
  • Produktionsbetrieb „auf dem Berg" – nicht sichtbar im Alltag
  • Messen empfunden als Pflichttermin, nicht als echter Kontakt
  • Social-Content der zu poliert wirkt = peinlich
Was definitiv nicht funktioniert

  • Ausbildungsmessen: „Alle schleppen sich rum, keiner hat Bock"
  • Unternehmensvideos die zu professionell wirken
  • Abstrakte Karriereversprechen ohne Einordnung
  • Kommunikation die nur 16-Jährige adressiert – Eltern und Lehrer werden ignoriert
3
Gegensatzpaare – IST / SOLL Matrix (n=6)
IST – Wie EEW aktuell wirkt (Durchschnitt, n=6)
SOLL – Wie EEW für Azubis wirken soll
IST = SOLL (kein Gap gewünscht)
Skala: –3 (linker Pol) bis +3 (rechter Pol) · Werte aus manueller Excel-Auswertung (6 Bögen)
Linker Pol
Skala (Ø Positionsschätzung)
Rechter Pol
Ø IST
Ø SOLL
Gap
Bewertung
Kernstärken – IST und SOLL stimmen überein · sichtbar machen und kommunizieren
herzlich
kühl
−2,17
−2,33
bereits sehr herzlich, bisschen geht noch
menschlich
sachlich
−1,67
−1,83
bereits menschlich, bisschen geht noch
locker
streng
−1,67
−1,83
bereits locker, bisschen geht noch
klar
verspielt
−1,33
−1,33
hält sich die Waage
unbeständig
zuverlässig ★
+2,00
+2,17
bereits sehr zuverlässig, bisschen mehr bitte
ruhig
dynamisch
+0,83
+1,00
bereits dynamisch, aber kleines bisschen mehr
leise
laut
+1,17
+1,50
noch etwas lauter wäre okay
vorsichtig
mutig
+1,00
+1,33
bereits mutig, aber etwas mutiger bitte
Entwicklungsfelder – gezielt ausbauen · mittlerer Handlungsbedarf
nahbar
distanziert
−1,33
−2,17
noch etwas nahbarer bitte
offen
verschlossen
−1,33
−2,00
bereits offen, bitte noch offener
verständlich
komplex
−0,83
−1,33
verständlich, bitte noch verständlicher
bodenständig
abgehoben
−0,17
−0,67
hält sich die Waage, bisschen bodenständiger
strukturiert
flexibel
+0,17
+0,67
hält sich die Waage, etwas flexibler bitte
austauschbar
besonders
+1,17
+1,67
bereits besonders, etwas besonderer bitte
konservativ
innovativ
+0,67
+1,50
bereits innovativ, aber bitte noch innovativer
Größte Entwicklungspotenziale – strategische Priorität
traditionell
modern ★
+0,33
+1,83
hält sich die Waage, deutlich moderner bitte
zurückhaltend
präsent ★
+1,17
+2,33
bereits präsent, noch deutlich präsenter

kein Gap
geringer Gap
mittlerer Gap
hoher Gap
kritischer Gap
Fazit aus der Auswertung (manuelle Excel-Analyse)
EEW ist bereits locker, herzlich, menschlich, offen und zuverlässig – diese Stärken sind intern klar wahrnehmbar und müssen nach außen sichtbar gemacht werden. Die Marke darf zukünftig noch nahbarer, moderner, präsenter, besonderer und innovativer werden. Gerade bei Modern (Gap 1,50) und Präsent (Gap 1,17) liegen die größten Entwicklungspotenziale.
Ganzheitliches IST-Bild: So wirkt EEW heute auf die Befragten
EEW ist ein warmes, bodenständiges Unternehmen mit echter Verlässlichkeit und einem starken menschlichen Miteinander. Es fühlt sich locker, offen und klar an – nicht distanziert, nicht kühl. Als Ausbildungsbetrieb ist es für alle Befragten deutlich besser als erwartet. Interessant: EEW ist nach den Daten bereits auf der „lauten" Seite (IST +1,17) – die Marke kommuniziert nicht zu leise, sondern zu wenig modern und zu wenig präsent. Das ist die entscheidende strategische Verschiebung gegenüber der ersten Einschätzung.
4
Originalzitate – Direkt aus den Interviews

Zitate sind die authentischste Form von Daten. Rot markierte Karten zeigen besonders strategisch relevante Aussagen.

Jana · Industriekauffrau i.A.
Für mich war EEW gar nicht so präsent.
Zum Unternehmen vor dem Erstkontakt · strategisch wichtigstes Zitat der Auswertung
Luisa · Industriekauffrau i.A.
Ich hatte EEW gar nicht so direkt auf dem Schirm. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass sie quasi hier die große Produktion auf dem Berg haben.
Zum Unternehmen vor der Bewerbung · bestätigt Jana's Aussage unabhängig
Marie · Kauffrau f. Büromanagement i.A.
Es fühlt sich einfach an wie: ich geh nicht zur Ausbildung, sondern ich geh zur Arbeit.
Zum Arbeitsalltag bei EEW · Kernaussage zur echten Integration
Marie · Kauffrau f. Büromanagement i.A.
Wenn du hier eine gute Idee hast und du stellst das dem Geschäftsführer vor und der sagt, geil, dann hast du das am besten gestern schon umgesetzt.
Zu kurzen Entscheidungswegen · Differenziator zu großen Konzernen
Jannik · Verfahrenstechnologe i.A.
Hier war das Vorstellungsgespräch sehr angenehm, sehr schön. Man hat sich direkt wohlgefühlt, direkt so empfangen gefühlt.
Zum Erstkontakt · zeigt wie stark der erste Moment wirkt
Luca · Konstruktionsmechaniker i.A.
Ich habe mich eigentlich direkt wohlgefühlt. Ich muss nicht gucken, ob ich es in einer anderen Firma nehme.
Zur Entscheidungsschnelligkeit · ohne Vergleich mit anderen
Jana · Industriekauffrau i.A.
Die haben mich nicht nur als: Du bist nur der Azubi – sondern schon eher: Die haben mich aufgenommen.
Zur Teamintegration · „aufgenommen" als Schlüsselwort
Julius · Industriekaufmann i.A.
Ich würde sagen: familiär, seriös und gut.
EEW in drei Worten · spontan genannt, ohne Nachfrage
Jannik · Verfahrenstechnologe i.A.
Bei der Bundesagentur war für mich so ein Punkt, wo ich gesagt hab: Fühlt sich sehr fern an alles.
Kontrast zu EEW · „fern" vs. „nah" als entscheidendes Empfinden
Luisa · Industriekauffrau i.A.
Wenn die das schon im Praktikum in zwei Tagen so ausführlich und so gut rüberbringen, dann muss das eigentlich ja auch ein guter Ausbildungsbetrieb sein.
Zur Entscheidungslogik · Erfahrung = Vertrauen = Entscheidung
Jana · Industriekauffrau i.A.
Die meisten machen sich ehrlich gesagt ein bisschen darüber lustig … das ist ja schon peinlich.
Zu Unternehmensvideos im Freundeskreis · ungefiltertes Feedback zu gestellten Inhalten
Marie · Kauffrau f. Büromanagement i.A.
Auf so einer Ausbildungsmesse trotten die da wirklich rum … die Lehrer haben keinen Bock, die Schüler haben keinen Bock.
Zur Wirkung von Ausbildungsmessen · direktes Feedback zur Kanalwirksamkeit
5
Fünf Kernerkenntnisse
A
Marketing entscheidet nicht – persönliche Verbindung entscheidet

Kein Interviewter hat EEW über Werbung oder einen klassischen Recruiting-Kanal gefunden. Opa, Vater, Onkel, Cousin, Probearbeiten – das ist der Entscheidungsweg. Marketing kann diesen Weg nicht ersetzen, aber vorbereiten: Wer EEW schon etwas kennt, wenn das familiäre Gespräch kommt, wird anders reagieren als jemand für den EEW völlig unbekannt ist.

B
EEW ist stark – aber nicht sichtbar genug

Wer EEW von innen erlebt, ist fast ausnahmslos begeistert. Die Bindung ist real und stark. Das Problem: EEW ist für die meisten Jugendlichen in der Region nicht präsent, bevor sie den ersten persönlichen Kontakt haben. Jana und Luisa sagten es unabhängig voneinander: EEW war „gar nicht auf dem Schirm". Das ist eine Kommunikationslücke, keine Qualitätslücke.

C
Das Miteinander ist der eigentliche Kern

„Familiär, seriös und gut" (Julius), „aufgenommen gefühlt" (Jana), „empfangen gefühlt" (Jannik), „nicht ausgenutzt" (Luca) – die Sprache aller Befragten kreist um dasselbe: das Gefühl, als Mensch und nicht als Personalnummer behandelt zu werden. Das ist EEWs stärkster Differenziator – und er ist vollständig authentisch. Er kann gezeigt, nicht erfunden werden.

D
Authentizität ist nicht optional

Janas Freundeskreis lacht über Unternehmensvideos – „das ist ja schon peinlich." Marie nennt Ausbildungsmessen als Ort wo alle schlechte Laune haben. Die Zielgruppe hat ein sehr feines Gespür dafür, was echt ist und was nicht. Inhalte müssen aus dem echten Alltag kommen – ungefiltert, mit echter Sprache, echten Menschen, echten Momenten.

E
EEW muss in den Alltag der Zielgruppe – nicht umgekehrt

Luisa hat die Zeitungsanzeige gesehen (Print funktioniert noch für Eltern und Großeltern). Julius scrollt morgens Instagram. Jana hört Podcasts. Jannik schaut YouTube. Luca fährt morgens Radio. Die Zielgruppe kommt nicht zu EEW. EEW muss dort erscheinen wo sie bereits sind – kontinuierlich, nicht saisonal, und immer authentisch.

6
Was die Marke zeigen muss – und was sie vermeiden muss
Muss zeigen

Echte Menschen in echten Momenten

Nicht der beste Tag – ein normaler Tag. Der Kantinenmoment, der erste Schweißbrenner, der Witz zwischen Ausbilder und Azubi.

Das Miteinander als tägliche Realität

Julius kannte Kollegen durch den Fußballverein. Luca hat Vater und Onkel im Betrieb. Jannik hat seinen Opa dort. Diese Netzwerke sind das Herz von EEW – zeigen, nicht beschreiben.

Größe mit Bodenständigkeit

Weltmarktführer und trotzdem kennt der Geschäftsführer deinen Namen. Was EEW baut, steht in der Nordsee. Das erklärt Marie am Esstisch ihrem Vater. Das ist die Story.

Kurze Wege als Alltag

„Geil, mach das – am besten gestern schon" (Marie). Das ist kein Marketing-Versprechen. Das ist Realität. Es muss erlebbar werden.

Muss vermeiden

Polierte Unternehmensvideos

„Das ist ja schon peinlich" (Jana). Nichts schadet der Marke mehr als Content der sofort als Werbung erkannt wird und im Freundeskreis belacht wird.

Abstrakte Karriereversprechen

„Entfalte deine Potenziale", „internationales Umfeld" – das sagt jeder. Nichts davon zieht. Konkretes Erleben zieht.

Ausbildungsmessen als Hauptkanal

„Die trotten da wirklich rum" (Marie). Der Kanal ist tot für die eigentliche Zielgruppe. Allenfalls für Eltern und Lehrer als Multiplikatoren noch sinnvoll.

Saisonales Recruiting

Wer EEW nur im Herbst-Fenster sieht, kennt EEW nicht. Vertrautheit baut sich über Zeit und Wiederholung auf – 52 Wochen, nicht 4.

7
Tonalität & Ansprache
DimensionSo klingt EEW richtigSo klingt EEW falsch
GrundtonWie ein älterer Kollege der erklärt, wie's wirklich ist – direkt, unkompliziert, auf AugenhöheWie eine HR-Abteilung die einen Flyer schreibt – formal, distanziert, generisch
Über Ausbildung„Komm vorbei, schau dir an wie wir hier arbeiten."„Starte deine Ausbildung bei einem der führenden Arbeitgeber der Region."
Über EEW„Wir schweißen Rohre für Offshore-Windkraft. Klingt abstrakt – du kannst sie anfassen."„Als international tätiges Industrieunternehmen bieten wir Ihnen…"
Über Entwicklung„Nach dem zweiten Jahr war ich zwei Wochen in Korea – um zu sehen wie das Werk dort läuft."„Internationale Karriereperspektiven in einem global agierenden Konzern."
Über das Team„Wenn ich nicht weiter weiß, frag ich einfach – irgendjemand weiß es immer."„Unser eingespieltes Team unterstützt Sie bei Ihrer persönlichen Entwicklung."
AnredeformDu – immer. Keine Ausnahme.Sie – nie in der Azubi-Ansprache.
DirektKonkretUnkompliziertMenschlichZeigen statt versprechen kein Corporate-Sprechkeine Phrasenkeine Überhöhung
8
Vier Zielgruppen-Typen
Typ 1 (dominant)

Der Sicherheitsorientierte

Stabiles Leben in der Region. Elternmeinung zählt. Will wissen: „Ist EEW in 10 Jahren noch da?" → Julius, Jannik (Eltern-Einfluss, regionale Verlässlichkeit)
StabilitätRegion
Typ 2 (dominant)

Der Gemeinschaftsorientierte

Entscheidet über soziales Gefüge. Will reinpassen. Kommt meist über persönliche Empfehlung. → Luca (Vater+Onkel bei EEW), Julius (Fußball-Kontakte)
MiteinanderEmpfehlung
Typ 3

Der Handwerklich-Praktische

Will anfassen, machen, sehen was entsteht. Abstrakte Versprechen interessieren nicht. → Luca (Konstruktionsmechaniker, handwerklicher Sinn)
EinblickHandwerk
Typ 4

Der Entwicklungsorientierte

Will wachsen, Neues erleben, über die Region hinaus. Offshore, Korea, USA – klingt interessant. → Marie (Bachelor/Master im Blick), Luisa (Abi → Ausbildung als beste Entscheidung)
PerspektiveWachstum
Für die Markenentwicklung: Typ 1 und 2 dominieren in der Region Siegen-Wittgenstein. Die Marke muss diese zuerst abholen – ohne Typ 3 und 4 zu verlieren. EEW hat für alle vier Typen überzeugendes Material.
9
Die drei Ziel-Personas – Potenzielle Auszubildende

Drei Personas für drei Ausbildungsbereiche. Alle sind potenzielle Auszubildende – noch Schüler, noch keine Entscheidung getroffen. Sie dienen als Kalibrierungsinstrument: Spricht dieser Inhalt eine dieser Personas an? Dann ist er richtig.

Finn
16, 10. Klasse Realschule. Noch kein Plan – aber er hört zu, wenn jemand aus dem Umfeld einen empfiehlt.
  • Alter 16 Jahre
  • Schule 10. Klasse Realschule, Erndtebrück / Bad Laasphe
  • Abschluss Mittlere Reife in ~8 Monaten
  • Freizeit Fußball (B-Jugend / junge Herren, Kreisliga), Freunde, Gym
  • Medien TikTok abends, WhatsApp durchgehend, Instagram passiv
  • Führerschein Noch keiner – kurze Anfahrt ist Pflicht
  • Einzug Erndtebrück und unmittelbares Umfeld
  • Basis Luca (dominant), Jannik (ergänzend)
Wo er gerade steht
Die mittlere Reife kommt in acht Monaten. Er hat keine fertige Antwort auf die Frage was danach kommt. Studium kommt nicht in Frage – er will Geld verdienen, keine weitere Schule. Ausbildung „irgendwie schon" – aber wo und was ist offen. Er wartet bis jemand eine konkrete Empfehlung gibt.
Wie er zu EEW kommt
Er wird nicht aktiv recherchieren. Sein Vater, sein Onkel oder jemand aus dem Verein sagt: „Die sind gut da oben." Finn hört zu. Er vergleicht nicht – er folgt dem was sich richtig anfühlt. EEW war vorher kaum auf dem Schirm.
Was ihn anzieht / abstößt
Anzieht: Konkrete Arbeit die er anfassen und zeigen kann. Kollegen die er vielleicht schon kennt. Kein Konzern-Gefühl. Gutes Geld.

Abstößt: Hochglanz-Recruiting. Abstrakte Versprechen. Alles das nach Werbung aussieht.
    Finn sagt (nach Ausbildungsstart)
  • Hier kennt man mich. Das klingt banal, ist es aber nicht.
  • Ich dachte zuerst, das ist ein riesiger Laden. Aber der Chef weiß wie ich heiße.
  • Ich geh nicht zur Ausbildung. Ich geh zur Arbeit.
  • Das Zeug das wir bauen steht wirklich da draußen. Das ist schon geil.
  • Mein Vater kennen die hier schon. Ich bin nicht der Erste aus der Familie.
    Finn sagt nie
  • Entfalte dein Potenzial in einem dynamischen Arbeitsumfeld
  • Ich arbeite hier, um meine Karriere voranzutreiben
  • Als zukunftsorientiertes Industrieunternehmen...
  • Work hard, play hard
  • Ich liebe es, Teil der EEW-Familie zu sein
Kanalempfehlung für Finn
TikTok (passiv, abends) · Vereinsumfeld · Familie als Erstkontakt · Lokale Presse (Eltern) · Probearbeiten als entscheidender Moment
Lena
17–18, Realschule oder Gymnasium. Will nicht ins Büro – bis sie das Büro bei EEW sieht.
  • Alter 17–18 Jahre
  • Schule Realschule oder Gymnasium, Wittgenstein / Bad Berleburg
  • Abschluss Mittlere Reife oder Abitur
  • Freizeit Freunde, Verein, Kochen & Backen, kein Fitnessstudio
  • Medien TikTok (Food, Familie), Podcasts (True Crime), Instagram passiv
  • Führerschein Noch keiner / gerade
  • Einzug Wittgenstein, Bad Berleburg und Umgebung
  • Basis Jana (dominant), Marie (Loyalität), Luisa (Erstwahrnehmung)
Wo sie gerade steht
Hat lange gesagt: „Ich will nicht ins Büro." Dann hat sie das Büro bei EEW gesehen – kleines Team, junges Umfeld, echte Aufgaben. Seitdem ist das anders. Sie will keine Stelle bei einem Unternehmen das sich von innen kalt anfühlt. Flexibilität morgens ist ihr wichtig.
Wie sie zu EEW kommt
Nicht über die Karriereseite. Durch Zufall oder Empfehlung – ein Minijob, ein Praktikum, jemanden der sagt „schau dir das mal an". Der erste persönliche Eindruck entscheidet alles. Bikar hatte Großraumbüro mit Trennwänden – fertig. EEW hatte echte Menschen auf Augenhöhe – entschieden.
Was sie anzieht / abstößt
Anzieht: Auf Augenhöhe behandelt werden. Junge Kolleg:innen. Flexible Kernzeiten. Echte Aufgaben, kein „Azubi-Dasein". Perspektive durch Ex-Azubis die geblieben sind.

Abstößt: Abgeschlossene Büros, Trennwände, Distanz. Videos die der Freundeskreis peinlich findet.
    Lena sagt (nach Ausbildungsstart)
  • Hier kennt man mich. Ich bin nicht nur der Azubi.
  • Ich wollte eigentlich nie ins Büro. Jetzt will ich nirgendwo anders hin.
  • Die Atmosphäre ist einfach einladend. Das merkt man sofort.
  • Ich kann meinen Chef fragen. Einfach so. Das ist normal hier.
  • Nach der Ausbildung? Ich habe ehrlich gesagt nicht darüber nachgedacht, woanders hinzugehen.
    Lena sagt nie
  • Ich entfalte mein Potenzial in einem dynamischen Umfeld
  • Als international tätiges Unternehmen bietet EEW...
  • Ich arbeite hier wegen der Karriereperspektiven
  • Das Großraumbüro macht mich produktiver
  • Ich liebe Ausbildungsmessen
Kanalempfehlung für Lena
TikTok (organisch, kein Werbeformat) · Direkter persönlicher Erstkontakt (entscheidend) · Podcasts als Umfeld · Lokale Presse für Eltern · Praktikum als stärkster Hebel
Tom
19–21, Abitur. Sucht aktiv – aber entscheidet am Ende trotzdem über Atmosphäre und Bauchgefühl.
  • Alter 19–21 Jahre
  • Schule Abitur (Gymnasium, Wittgenstein / Siegen)
  • Abschluss Abitur · plant Ausbildung oder duales Studium
  • Freizeit Gaming, YouTube (Tutorials, Technik), digitale Communities
  • Medien YouTube, Reddit, LinkedIn (bei dualem Studium schon aktiv)
  • Führerschein Ja – erweitertes Einzugsgebiet möglich
  • Einzug Wittgenstein + Siegen und Umgebung
  • Basis Ableitung (keine Interviews) – im Workshop kalibrieren
Wo er gerade steht
Hat Abitur, schaut sich aktiv um. Vergleicht bewusster als Finn und Lena. Duales Studium ist eine Option – das erfordert frühe Planungssicherheit (12–18 Monate Vorlauf). Will nicht ins Konzern-Anonymat, aber auch kein Kleinstbetrieb ohne Entwicklungsperspektive. EEW als Mittelstand mit Weltmarktanspruch ist interessant – wenn er davon weiß.
Wie er zu EEW kommt
Recherchiert auf Portalen, googelt. Aber: die finale Entscheidung fällt wie bei allen anderen über Atmosphäre. EEW muss Tom zeigen, dass IT hier echte Verantwortung bedeutet – keine Supporttickets. Offshore Wind, Korea, USA: das ist IT-Infrastruktur die Wirkung hat.
Was ihn anzieht / abstößt
Anzieht: Echte Aufgaben von Anfang an. Kurze Entscheidungswege. Langfristig stabiles Unternehmen. Entwicklungsperspektive. Mittelstand-Kultur statt Konzern-Anonymat.

Abstößt: IT als reines Support-Thema. Fehlende technische Lernkultur. Und – wie bei allen – Hochglanz-Recruiting ohne Substanz.
    Tom sagt (nach Ausbildungsstart)
  • Ich mach das hier. Nicht irgendwann – von Anfang an.
  • Der Auftragsbestand ist 2,2 Milliarden. Das ist keine Baustelle die morgen weg ist.
  • Ich dachte, IT im Stahlbau ist Schreibtisch. Ist es nicht.
  • Der Chef kennt meinen Namen nach zwei Wochen. In einem Konzern wäre ich eine Personalnummer.
  • Hier kennt man mich. Das war der Unterschied.
    Tom sagt nie
  • Ich wollte schon immer in der Stahlindustrie arbeiten
  • Das internationale Umfeld war ausschlaggebend
  • Ich entfalte mein Potenzial hier
  • EEW ist eine große Familie
  • Ich habe mich nicht informiert bevor ich mich beworben habe
Kanalempfehlung für Tom
YouTube (technische Inhalte) · LinkedIn (duales Studium) · Ausbildungsportale · Schulkooperationen / MINT-Kontext · Frühzeitig (12–18 Monate vor Start)
Workshop-Hinweis: Für Tom liegen keine Interview-Daten vor. Diese Persona ist eine begründete Ableitung. Sie muss im Workshop mit EEW kalibriert werden – idealerweise durch Gespräche mit aktuellen IT-Azubis oder dualen Studenten.
Die drei Personas im Vergleich
Finn · GewerblichLena · KaufmännischTom · IT & Duales Studium
Alter16–1717–1819–21
AbschlussMittlere ReifeMittlere Reife / AbiAbitur
EntscheidungswegEmpfehlung aus UmfeldPersönlicher ErstkontaktRecherche + Atmosphäre
FührerscheinNeinNein / geradeJa
EinzugsgebietErndtebrück nahWittgensteinWittgenstein / Siegen
HauptkanalTikTok / FamilieTikTok / DirektYouTube / Portale
ElterneinflussHochMittelMittel
KarrierefokusNiedrigMittelHoch
Interview-BasisLuca, JannikJana, Marie, LuisaAbleitung – kalibrieren
10
Design-Anforderungen – EEW Corporate Design + Markenstrategie

Zwei Ebenen: (1) Verbindliche CD-Vorgaben aus dem EEW Do's & Don'ts Briefing (29.04.2026, Sarah Trompetter + Lena Hammer). (2) Strategische Designempfehlungen aus der Markenanalyse. Wo beide Ebenen in Spannung stehen, ist das markiert.

EEW Corporate Design – Verbindliche Eckpfeiler (Styleguide Juni 2022 + Layoutprinzip Sept. 2024)
Farbe (Primary)

RED #FF002A + Weinrot #8F0017 (Raute) + Weiß #FFFFFF. Sekundär: Grautöne #F5F5FA / #D2D2D7 / #99999D / #000000.

Kernelement Raute

Die rote Raute ist EEWs zentrales Gestaltungselement. Immer asymmetrisch, nur 2 Kanten sichtbar, weinrot (#8F0017) als Fläche. Max. 1/3–1/2 der Kompositionsfläche. Darf im Anschnitt liegen, in Bilder ragen, als Bildramen genutzt werden.

Typografie

Arial als einzige Hausschrift (Regular + Bold + Italic + Arial Black). Headlines in Bold, Fließtext Regular. Schriftfarbe: immer weiß auf farbigen Flächen. Nur Highlightworte in Bold bei Headlines. Gemischte Schreibweise – Ausnahme: GOING FORWARD immer Großbuchstaben.

Icons & Logo

Icons: Google Material Icons, Style „Sharp" (eckig). Logo: priorisiert rechts oben. Auf Rot: weiße Kontur um die Raute. Kein Schlagschatten, keine Verzerrung, keine Transparenz, keine Drehung, keine Einfärbung.

EEW Layoutprinzip – 5 Ebenen (Styleguide Sept. 2024)
Ebene 1
Roter Hintergrund

EEW Rot (#FF002A) bedeckt die gesamte Hintergrundfläche.

Ebene 2
Weinrote Raute

Weinrot #8F0017. Zeigt nur 2 Kanten. Asymmetrisch im unteren/oberen Drittel. Max. 1/2 der roten Fläche (besser 1/3). Darf von unten kommen (Hochformat). Nicht: symmetrisch, 3 Seiten sichtbar, zweimal verwendet, verzerrt.

Ebene 3
Bildmotiv

Ungleiches Verhältnis zu Raute schafft Spannung. Bild im Anschnitt. Zeigt Menschen oder beeindruckende Dimensionen. Hochwertig und professionell. Nicht zu bunt. Vertikale/horizontale Linien im Bild parallel zu den Bildkanten.

Ebene 4
Weiße Rautenlinien

Immer 2 Linien, ausschließlich von links oder rechts. Der Weinroten Raute entgegengesetzt. Überschneiden sich an einem Punkt. Asymmetrische Abstände (klein + groß). Nicht: gleicher Abstand, von oben/unten, 2 Ecken sichtbar.

Ebene 5
Texte & Logo

Linksbündig. Arial Regular (Highlightworte in Headlines: Bold). Sublines: Bold. Schriftfarbe: immer Weiß. Gemischte Schreibweise – Ausnahme GOING FORWARD. Text überlagert nie das Bild.

Farbwelt
RED #FF002A
Weinrot #8F0017
Weiß
Light Gray
Gray
Dark Gray
Black
  • EEW Rot #FF002A (Pantone 185C, RAL 3028): Primärfarbe – nicht verhandelbar. Julius: „Das rote Logo fühlt sich warm und schön an." Emotionaler Anker und Erkennungszeichen.
  • Weinrot #8F0017: Die Rauten-Fläche im Layout. Tritt zurück gegenüber dem leuchtenden Rot – schafft Tiefe und Dynamik ohne Konkurrenz.
  • Sekundär: Grausystem – Light Gray #F5F5FA, Gray #D2D2D7, Dark Gray #99999D, Schwarz #000000. Das System ist bewusst reduziert: Rot braucht keine Konkurrenz durch Buntfarben.
  • Kein Blau: Verboten – historisch mit altem EEW-CD assoziiert.
  • Keine Buntdominanz: Sarah Trompetter: das aktuelle „Sammelsurium" muss enden. Farbreduktion ist Stärke.
EEW Rot: CMYK 0/92/77/0, RGB 255/0/42. Weinrot (Raute): CMYK 0/100/75/25, RGB 143/0/23. Consistent color systems increase brand recognition by 80% (Lucidpress, 2019).
Typografie
  • Arial als einzige Hausschrift: Regular, Bold, Italic, Bold Italic – plus Arial Black als Sonder-Schnitt. Für alle Kommunikationsmittel verbindlich.
  • Schriftfarbe: immer Weiß auf farbigen/dunklen Flächen. Das CD nutzt primär Rot & Weiß.
  • Gemischte Schreibweise (Groß/Kleinschreibung) – Ausnahme: GOING FORWARD immer in Großbuchstaben und Bold.
  • Headlines: Arial Regular – nur Highlightworte in Bold. Sublines: Bold. Fließtext: Regular.
  • Website-Hierarchie: H1 Arial Bold 100px / H2 Bold 80px / H3 Regular 60px / H4 Regular 40px / H5 Bold 20px uppercase / Paragraph Bold 20px, 150% ZAB.
  • Text linksbündig, immer. Text überlagert nie das Bildmotiv.
Arial als System-Schrift: hohe Wiedererkennbarkeit durch Vertrautheit (processing fluency, Reber et al., 2004). AzubiMarke-Anwendung: Arial schafft Bodenständigkeit ohne Distanz – passend zur Zielgruppe.
Formsprache & Raute
  • Die Raute ist EEWs visuelle DNA: Zentrales Gestaltungselement – darf großflächig im Anschnitt liegen, in Bilder ragen, als Bildramen dienen, neue Formen ableiten (Chevron/Pfeil = „Going Forward"-Dynamik).
  • Rauten-Regeln (Do's): Immer nur 2 Kanten sichtbar · asymmetrisch im unteren oder oberen Drittel · max. 1/2 der roten Fläche (besser 1/3) · Weinrot #8F0017.
  • Rauten-Regeln (Don'ts): Nie symmetrisch · nie 3 Seiten sichtbar · nicht zweimal platziert · nicht verzerrt.
  • Weiße Rautenlinien: Immer 2 Stück · nur von links oder rechts · der Weinroten Raute entgegengesetzt · schneiden sich an einem Punkt · asymmetrische Abstände.
  • Icons: Google Material Icons „Sharp" (eckig, nicht rund). URL: fonts.google.com/icons?icon.style=Sharp
  • Keine runden UI-Elemente: Buttons, Karten, Rahmen immer eckig/kantig – konform mit EEWs Formprinzip.
Sharp angles signal competence and authority (Aaker, 1997); Consistent geometric brand elements increase recall by 23% (Henderson & Cote, 1998). Die Raute als Chevron = „Going Forward" – Bewegungsmetapher für die Azubi-Marke.
Bildwelt & Fotografie
  • Dokumentarfotografie-Stil: Echte Situationen, echte Orte, echtes Licht. Kein Studio, keine Stylistin.
  • Candid > Posed: Azubis bei der Arbeit, nicht beim Lächeln in die Kamera. Echter Moment > perfekte Pose.
  • Close-ups: Arbeitshände, Werkzeug, Material, Schweißnähte – Handwerk macht stolz, zeige es.
  • Farbkorrektur: Warm, leicht entsättigt – wie ein gutes Handyvideo, nicht wie ein Werbefilm. Authentizität durch Imperfekte.
  • Keine Stockfotos: Werden sofort erkannt und zerstören Vertrauen.
Authentic, candid images are perceived as significantly more trustworthy than posed photography (Newman et al., 2020; Caddick et al., 2019)
Visuelle Tonalität
  • Mutig ≠ laut: Starke Aussagen brauchen kein Geschrei. Ein klares Bild mit einem kurzen echten Satz wirkt mehr als eine überladene Grafik.
  • Humor ist erlaubt: Selbstironie und Witz passen zu Finn. Aber immer mit Niveau – nie auf Kosten anderer.
  • Maschinen UND Menschen: Immer beides zeigen. Ohne Menschen ist es Produktkatalog. Ohne Maschinen fehlt die EEW-Realität.
  • Weltklasse sichtbar machen: Ein Bild des fertigen Rohres auf der Nordsee kostet nichts und sagt alles. Produkt + Kontext = Story.
Visual congruence between brand personality and design elements increases perceived authenticity by up to 34% (van Rompay & Pruyn, 2011)
Social-Media-Ästhetik
  • Hochformat first: 9:16 für Stories/Reels, 4:5 für Feed. Desktop ist nachrangig.
  • Kein übermäßiges Branding: Ein kleines EEW-Logo reicht. Claim als Titel wenn passend. Keine Vollbild-Logo-Animationen.
  • Text im Video: Viele scrollen ohne Ton. Wichtige Aussagen immer als Untertitel/Text im Bild.
  • Plattform-spezifisch: TikTok = roh und direkt. Instagram = etwas aufgeräumter. YouTube = Erklärkraft. Kein Copy-Paste zwischen Plattformen.
85% of social video is watched without sound – text overlays increase message retention by 2.4x (Facebook IQ, 2016); platform-matched content outperforms cross-posted content by 43% engagement (Sprout Social, 2024)
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Claim-Optionen – Drei Richtungen für den Leitclaim

Alle drei sprechen konsequent aus der Perspektive des Azubis – nicht von außen drauf. Azubis als Botschafter, nicht als Zielgruppe. Die Optionen schließen sich nicht aus – sie können unterschiedliche Rollen übernehmen.

Option A · Emotionaler Kern
Hier kennt man mich.
Das „man kennt mich" ist nicht zufällig – es ist Standard hier. Persönlich: man kennt mich als Mensch, nicht als Nummer. Historisch: mein Vater war schon hier. Lokal: EEW ist Teil dieser Region seit Generationen.
  • Jana bekommt vom Seniorchef persönlich eine Visitenkarte
  • Luca hat Vater und Onkel im Betrieb
  • Jannik folgt dem Weg seines Opas
  • Marie erklärt ihre Arbeit am Familientisch
Empfehlung: Stärkster emotionaler Differenziator · ideal für Plakat, Portrait-Content, Einstiegskampagne
Option E · Aktion & Stolz
Ich mach das hier.
Doppeldeutig und direkt: „Ich mach das" als Tätigkeit + „hier" als Ort. Kein Azubi der zuschaut – einer der sofort dabei ist. Marie's Zitat ist die Vorlage: „Ich geh nicht zur Ausbildung, ich geh zur Arbeit."
  • Skaliert über alle drei Personas (Finn schweißt, Lena kalkuliert, Tom programmiert)
  • Visuell stark: Person in Aktion, Claim als Bildunterschrift
  • Jede Person zeigt was SIE konkret macht
  • Kein Versprechen – eine Aussage
Empfehlung: Stärkster Aktions-Claim · ideal für Video, Reels, TikTok, Plakat mit Arbeitsbild
Option 3 · Kampagnen-Mechanik
#alternativlos
Höchstes Kampagnenpotenzial. Jeder erzählt seine eigene Geschichte warum EEW alternativlos ist. Funktioniert von ernst bis humorvoll – und beides gleichzeitig.
  • Marie nach der Ausbildung: nie an Wechsel gedacht → alternativlos
  • Luca: Vater und Onkel schon hier → alternativlos
  • Döner ohne Zwiebeln → #alternativlos (UGC-Format)
  • Pizza zur Spätschicht → #alternativlos
Hinweis: Das Wort ist politisch vorbelastet (Merkel / AfD-Kontext). Bewusste Entscheidung mit offenen Augen notwendig – aber mit klarer Haltung und Humor ist es beherrschbar.
Empfehlung: Stärkster UGC-Hebel · ideal als Kampagnen-Hashtag, Serien-Format, Social-First
Die drei Rollen im System
„Hier kennt man mich" trägt die emotionale Identität der Marke. „Ich mach das hier" ist das visuelle Prinzip für Content. #alternativlos ist der Kampagnen-Hashtag der die Geschichten organisiert. Drei Ebenen – ein Markenauftritt.
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Sieben Markenprinzipien
1
Zeigen statt erklären

Ein 30-Sekunden-Video das einen echten Moment zeigt wirkt mehr als drei Absätze die beschreiben wie toll die Ausbildung ist.

2
Innenleben nach außen kehren

EEW hat keine Identitätslücke. Es hat eine Kommunikationslücke. Der Job ist Sichtbarmachung, nicht Erfindung.

3
Vertrautheit vor Überzeugung

Niemand bewirbt sich bei einem Unternehmen das sich fremd anfühlt. EEW muss im Kopf sein, bevor die Bewerbungsphase beginnt.

4
Azubis sprechen – nicht EEW über seine Azubis

Wenn EEW über seine Azubis spricht, ist es Werbung. Wenn Azubis über EEW sprechen, ist es Wahrheit.

5
Kontinuierlich präsent statt saisonal laut

52 Wochen kleine echte Momente wirken mehr als eine Recruiting-Kampagne im September.

6
Umfeld mitdenken und aktivieren

Eltern, Lehrer, Vereinstrainer – sie treffen die Entscheidung mit. Oft mehr als der Jugendliche selbst.

7
Die Spannung halten: Weltklasse + bodenständig

EEW ist Weltmarktführer. EEW ist bodenständig. Das ist kein Widerspruch – das ist der einzigartige Charakter. Niemand sonst im Wettbewerb kann diese Spannung spielen.

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Nächste Schritte & Workshop-Vorbereitung
  • 1
    Persona „Finn" im Workshop kalibrierenPersona gemeinsam mit EEW-Team prüfen: Trifft das zu? Was fehlt? Was stimmt nicht? Erst wenn EEW sagt „Ja, das ist wir" ist die Persona einsatzbereit.
  • 2
    Leitidee aus Persona und Kernbefund entwickelnAuf Basis von Finn + dem Kernbefund (EEW redet zu leise über das was es wirklich ist) einen konkreten Claim/Leitgedanken entwickeln. Vorschlag als Startpunkt: „Hier kennt dich jemand."
  • 3
    Design-Anforderungen in Briefing übersetzenDie Vorgaben aus Tab 5 als konkretes Design-Briefing für Diana aufbereiten: Farbwelt, Typografie, Bildwelt, Bildsprache-Beispiele (Mood Board).
  • 4
    Azubi-Botschafter identifizieren2–3 echte EEW-Azubis die bereit sind Inhalte zu produzieren – nicht als Statisten, sondern als echte Stimme der Marke. Persönlichkeit und Authentizität vor Optik.
  • 5
    Content-Pilot planen (4 Wochen, 3 Formate)Azubi-Alltag (TikTok/Reels) · Azubi-Portrait (Instagram) · „Was macht der eigentlich?" (Erklärvideo). Testen vor dem Systemaufbau.
  • 6
    Touchpoint-Karte erstellenAlle Kontaktpunkte der Zielgruppe mit EEW kartieren. Welche werden aktiv bespielt? Welche fehlen? (Schule, Dorfjugend, Verein, Social, Print, Probearbeiten, Messe)