Regional verwurzelt, sozial eingebunden. Freundeskreis, Verein, Dorfjugend, Familie – das ist das soziale Gerüst. Man kennt sich, man redet miteinander. Ausbildungsentscheidungen entstehen oft in diesen Gesprächen, nicht durch Stellenanzeigen.
Mediennutzung morgens: kurze Scrollsessions auf Instagram oder TikTok, Musik, manchmal Podcasts. Kein aktives Informationssuchen – eher Berieselung und soziale Updates.
Kein einziger der fünf Interviewten hat EEW über einen klassischen Recruiting-Kanal gefunden. Stattdessen: Opa bei EEW, Vater der sagt „die sind gut", Onkel im Betrieb, Probearbeiten das überrascht.
Der Entscheidungsmechanismus ist konsequent derselbe: Erst Vertrautheit durch persönliche Verbindung → dann Erleben (Praktikum, Probearbeiten) → dann Entscheidung. Marketing spielt dabei keine direkte Rolle – aber es kann die Vertrautheit vorab aufbauen.
- Empfehlung durch jemanden den man kennt
- Direkter Erstkontakt – freundlich, auf Augenhöhe
- Kurze Wege, schnelle Antworten
- Gleichaltrige Kolleg:innen
- Echte Einbindung (nicht „Azubi-Dasein")
- EEW ist nicht „auf dem Schirm" – kein Bild vorab
- Produktionsbetrieb „auf dem Berg" – nicht sichtbar im Alltag
- Messen empfunden als Pflichttermin, nicht als echter Kontakt
- Social-Content der zu poliert wirkt = peinlich
- Ausbildungsmessen: „Alle schleppen sich rum, keiner hat Bock"
- Unternehmensvideos die zu professionell wirken
- Abstrakte Karriereversprechen ohne Einordnung
- Kommunikation die nur 16-Jährige adressiert – Eltern und Lehrer werden ignoriert